Arbeitskreis Gesundheit | Was ist ein Gesundheitszirkel?

Arbeitskreis Gesundheit

Arbeitskreis Gesundheit | Was ist ein Gesundheitszirkel?

Arbeitskreis Gesundheit | Was ist ein Gesundheitszirkel?:

,,Gesundheitszirkel sind in Anlehnung an Qualitätszirkel aufgebaute betriebliche Gruppenaktivitäten, um die betriebliche Gesundheit zu fördern. Mit Gesundheitszirkeln versucht man das Erfahrungswissen von Beschäftigten mit dem Fachwissen von Experten zusammenzubringen und auf diese Weise gesundheitsgefährdende und krankmachende Faktoren am Arbeitsplatz und seiner Umwelt zu identifizieren, zu analysieren und Lösungsansätze zu entwickeln.“

Gerhard Pressel: Gesundheitszirkel. In: Kurt Landau (Hrsg.)

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Arbeitskreis Gesundheit

Welche Ziele verfolgt ein Gesundheitszirkel?

Die Ziele eines Gesundheitszirkel sind häufig:

  • Reduktion von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren oder Belastungen
  • Reduktion von verhaltensbedingten Arbeitsunfällen
  • Identifizierung und Stärkung von Ressourcen
  • Verbesserung von Arbeitsabläufen
  • Verbesserung von Arbeits- und Produktqualität
  • Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit unter den MA und mit den Vorgesetzen

Dafür finden in einem begrenzten Zeitraum 8-10 Treffen statt, in denen eine innerbetriebliche Arbeitsgruppe von 10-15 Beschäftigten aus verschiedenen Arbeitsbereichen, diese Problematiken aufzuarbeiten. Zu dem Treffen kommen:

  • Beschäftigte des Bereichs
  • Direkte Vorgesetzte
  • Sicherheitsfachkraft
  • Betriebsrat
  • Betriebsarzt
  • Betriebs- und Abteilungsleiter in diesen Gruppen zusammen

Wie ist ein Gesundheitszirkel aufgestellt?

Nicht jeder Gesundheitszirkel oder Arbeitskreis Gesundheit ist gleich aufgestellt. Es haben
sich im Laufe der Zeit zwei Modelle herauskristallisiert und etabliert.

Düsseldorfer Modell

  • hat eine Hierarchieübergreifende Zusammensetzung aus 10-15 Teilnehmern
  • Vorteil:
    • breites Spektrum an Know-How wird einbezogen
    • Akzeptanz der erarbeiteten Maßnahmen und Lösungen wird gefördert
  • Nachteil:
    • dass Problemstellungen an den persönlichen Schnittstellen möglicherweise
    • nicht offen diskutiert und bearbeitet werden können
    • Die Mitarbeiter-Vertreter werden so ausgewählt, dass sie die verschiedenen Arbeitsplatz-Typen vertreten
    • Je nach Situation kann es sinnvoll sein , weitere Personen einzubeziehen, z. B. Frauen- oder Behinderten-Beauftragte
    • Bestimmte Teilnehmer können auch nur zeitweise an den Sitzungen teilnehmen, z. B. Betriebs- oder Abteilungsleiter

Berliner Modell

  • Zusammensetzung einer homogenen Gruppe z.B. nur Mitarbeiter oder nur Vorgesetzte
  • Häufig geht es um persönliches Verhalten, wie Stressbewältigung, Führungsverhalten oder um Konflikte o Dies soll eine Erleichterung darstellen offen zu sprechen und
  • Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten

Wichtig: Beachtet werden sollte, bei beiden Modellen die Leitung des Zirkels einem speziell
geschulten Moderator zu überlassen. Dieser ist den Beteiligten gegenüber neutral und hält
den Kontakt zum unternehmensinternen Steuergremium, z. B. dem Arbeitsschutz-Ausschuss oder dem Arbeitskreis Gesundheit.

Wofür ist ein Gesundheitszirkel gut und was sollte noch beachtet werden?

  • Der Gesundheitszirkel bietet Angestellten die Möglichkeit, aktiv an der Arbeitsgestaltung mitzuwirken
  • Aufmerksamkeit für Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu erhöhen
  • Wichtig ist es die anderen Mitarbeiter über die Aktivitäten des Gesundheitszirkels auf dem Laufenden zu halten und auch deren Meinungen mit einzubringen
  • Mängel im psycho-sozialen Bereich, bedingt durch die Arbeitsorganisation oder die Führung werden im Zirkel häufig aufgedeckt
  • Kritik auszuhalten ist für Führungspersonen besonders wichtig
  • Ebenso Veränderungen mit und für Mitarbeiter* herbeizuführen ist wesentlich für einen Erfolg des Gesundheitszirkels

Fazit: Arbeitskreis Gesundheit | Was ist ein Gesundheitszirkel?

Richtig angewendet, kann der Gesundheitszirkel positiv zur Gesunderhaltung der Angestellten in einem Unternehmen beitragen. Voraussetzung ist, dass Kritik neutral angebracht wird und angenommen werden kann. Dann kann gemeinsam an Lösungen und damit verbundenen Veränderungen gearbeitet werden.

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Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen

Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen

Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen:

Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen

Die größte Gefahr für unseren Planeten, ist der Glaube, dass jemand anderes ihn rettet! Wir sind für den Erhalt unseres Lebensraumes selbst verantwortlich, weil auch wir ihn zerstören. Seitdem wir wissen, dass es für die Rettung der Umwelt eigentlich schon zu spät ist, haben wir begonnen unser Handeln zu überdenken. Seither beschäftigen wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit. Wir stellen auf Solar- und Windenergie um, verbieten Plastikstrohalme und erhöhen die Abgassteuer. Doch ist das der Rettungsplan? Oder eher der Tropfen auf dem heißen Stein? Darüber zu philosophieren ist vertane Zeit. Wir müssen jetzt handeln und können schon mit kleinen, einfachen Maßnahmen, deren Bedarf an Aufwand für uns minimal ist, zur Nachhaltigkeit beitragen.

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5 nachhaltige BGM Maßnahmen

Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll. (Wikipedia)

Mit anderen Worten: Ein Unternehmen kann nur so viel ihres Produktes verkaufen, wie es in der Lage ist zu produzieren.

Geht es um Marmelade oder Handtaschen, könnte man sagen… „Dann muss ich eben eine Weile warten/ oder ganz darauf verzichten“.

Aber wenn es um natürliche Ressourcen geht, sieht es da schon etwas anders aus. Wir können im Wald nur so viel Holz schlagen wie permanent nachwächst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde erkannt, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen, der Gebrauch des Begriffs der „Nachhaltigkeit“ ging dann auf den Umgang mit allen Ressourcen über. Ist etwas nachhaltig, ist es dauerhaft, langlebig, umweltverträglich oder auch vernünftig. Viele verstehen darunter auch einfach „das Richtige tun“.

Wie kann man das BGM nachhaltig gestalten?

Und wie können wir unser BGM jetzt nachhaltig gestalten? Versucht doch mal folgendes
einzubringen…

  1. Plogging
    • ist ein Kofferwort, gebildet aus den Bestandteilen „plocka“ (schwedisch aufheben; pflücken) und Jogging, und steht für eine Natursportart, bei der zumeist organisiert und mit Handschuhen sowie Abfallbehältnissen ausgestattet
    • die Vermüllung der Landschaft bekämpft sowie der Müll dem Recyclingkreislauf zugeführt wird.
    • fördert: sportliche Aspekte, gemeinsame Aktivitäten und soziales Engagement
    • regelmäßiges Bücken, Aufheben, Aufrichten und Weiterlaufen bietet Plogging ein deutlich abwechslungsreicheres Training als das normale Jogging, bei dem nur bestimmte Muskelgruppen benutzt werden
    • ähnliche Sportarten sind: Pliking = „plocka“ und „hiking“ (englisch für Wandern), bzw. Plaking oder Plalking mit der Sportart Walking Plycling, der Verbindung mit „cycling“ (englisch für Fahrrad fahren), bei welchem aufgrund der größeren Transportkapazität vorwiegend wilde Müllkippen beseitigt oder zumindest etwa über Mängelmelder den Behörden zwecks Beseitigung bekanntgegeben werden können
  2. Teamaktivität „Ackerpause
    • Prinzip der Ackerpause
    • Eigenanbau von Obst und Gemüse – Gemeinsames Ernten – Gemeinsam gesund kochen → gesund kochen → gesund essen →vermeiden von Müll (insbesondere Plastik)
  3. Mitarbeiterbenefit „Dienstfahrrad“
    • fördert die Beweglichkeit und somit Gesundheit der Mitarbeiter
    • schont die Umwelt
    • reduziert Kosten für Sprit und Wartung
  4. Teamchallenges
    • Mitarbeiter in (monatlich/wöchentlich) wechselnde Teams einteilen
    • Welches Team produziert über die Woche am wenigsten (Plastik-) Müll?
    • Welches Team hat am Ende der Woche die meisten Schritte gemacht?
    • Welches Team hat am Ende der Woche am wenigsten geraucht?
    • Welches Team hat am Ende der am wenigsten Papier verbraucht?
    • Je nach Aufgabe schont es die Umwelt und fördert die Teambildung, Zusammenhalt sowie das Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen
  5. Fürsorge – „Care“
    • Seit Beginn der Coronapandemie wird der Fürsorgepflicht mehr Beachtung geschenkt
    • Corona hat gezeigt, dass eine Gefährdungssituation die betriebliche Tätigkeit massiv beeinträchtigen kann
    • Gefährdungsbeurteilung hat an Stellenwert gewonnen
    • Regeln und Gesetze zu Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sind notwendig
    • Gedanke der Prävention ist wichtig, Prävention = nachhaltig
    • Prävention heißt:
      1. Grippeschutzimpfungen
      2. Seh- und Hörtests
      3. Krebsvorsorge
      4. Durchführung der klassischen Befähigungsnachweise
      5. Aber auch der psychische und physische Zustand
      6. Achtsamer Umgang miteinander
    • Care“ steht für Zukunftsfähigkeit = Nachhaltigkeit
      1. „Care“ auch für Dritte zeigen mit einem Freiwilligentag (Aktion für die Umwelt)
      2. Z.B. Azubis im 1.Ausbildungsjahr gehen ein soziales Projekt an
      3. Renovieren eines Spielplatzes
      4. Pflanzen von Bäumen
      5. Anlegen von Blumenwiesen oder Insektenhotels
    • Einfach, aber wirkungsvoll
      1. Beschäftigungssicherung (Sicherheit des Arbeitsplatzes ist ein Nachhaltigkeitsfaktor
      2. Standortsicherungsvereinbarungen schließen betriebsbedingte Kündigungen aus → reduziert einen Stressfaktor)

Fazit: Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen

Wenn Ihr Euer Betriebliches Gesundheitsmanagement soweit schon vorangebracht habt, dass es nachhaltig (im Sinne von dauerhaft und wirksam) ist, dann macht es doch jetzt noch ein wenig nachhaltiger, in dem Ihr Euch für die Umwelt einsetzt. Es ist schließlich auch Euer Lebensraum, in dem wir alle noch lange gesund und glücklich leben wollen. In diesem Sinne , macht´s besser!

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Fünf nachhaltige BGM-Maßnahmen

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Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement:

Wer sich im Sommer ein Auto kauft, hätte gern gleich noch die Winterräder dazu. Wer eine Wohnung anmieten möchte, muss eine Haftpflichtversicherung vorweisen. Und da ist es doch absolut nicht abwegig, seinen neuen (aber auch alteingesessenen) Mitarbeitern* ein umfangreiches BGM mit anzubieten. Dass da noch viel Luft nach oben ist, zeigt sich immer wieder. Es gibt mehr Angebote, als Nachfragen. Doch das wird sich in nächster Zeit noch deutlich ändern, davon gehen wir fest aus! Es wird uns massiv in unserer Denk-, Arbeits- und Handlungsweise beeinflussen. So entnehmen wir es den Entwicklungen der Vergangenheit.

Podcast-Episode: Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement

Wie wird sich das BGM entwickeln?

  1. Ein Blick auf die Bestsellerlisten in der Literatur verrät, dass das Interesse am Thema steigt
    • z.B. die Werke von John Strelecky („The big 5 for Live“ und „das Café am Rande der Welt“) die sich mit dem Zweck der Existenz, auch bezogen auf die Arbeitswelt beschäftigen, sind nach wie vor im Trend und werden auch nach Jahren ihrer Herausgabe zigfach verkauft
  2. Google Suchanfragen zum Begriff „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ steigen stetig
    • Vor 15 Jahren monatlich nur knapp 700 Suchanfragen
    • Vor 10 Jahren schon 1600 Suchanfragen pro Monat
    • Aktuell knapp 6600 Suchanfragen pro Monat
  3. Das Interesse an einer Ausbildung im Bereich BGM wächst
    • Immer mehr Schulabgänger interessieren sich für ein Studium in dem Bereich
    • Auch Studenten mit Wunsch nach einem Dualstudium werden mehr
    • Leider nur wenig offene Stellen
    • Auf eine Stelle bewerben sich derzeit 100 Interessenten
  4. Des Weiteren gibt es 4000 offene Stellen in ganz Deutschland für den Bereich Qualitätsmanagement
    • Da es für die Bereiche viele Überschneidungen gibt, zeigt auch die Entwicklung des QM, wie sich der Zukunftsmarkt fürs BGM entwickeln wird
    • In beiden Bereichen gilt, Vorsorge ist besser als Nachsorge

Fazit: Zukunftsmarkt Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte in allen Unternehmen integriert und nicht stiefmütterlich behandelt werden. Wer auf ein ganzheitliches Konzept setzt, kann eigentlich nur gewinnen. Wem das jedoch noch nicht bewusst ist, dem muss man es erläutern. In den meisten Unternehmen gibt es noch kein allumfassendes und nachhaltiges BGM. Aber es gewinnt immer mehr an Bedeutung. Daher liegt es nun an uns und all den Gesundheitsmanagern und BGM-Beauftragten es zu richten. Also auf geht´s!

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Sag ich’s oder sag ich’s nicht?

Sag ich’s oder sag ich’s nicht?

Sag ich’s oder sag ich’s nicht?:

Die Frage aller Fragen, die uns ein Leben lang begleitet.

Sage ich meinem Schwarm, dass ich Gefühle für ihn habe? Sage ich meiner Freundin, dass ihr das neue Outfit absolut nicht steht? Oder sage ich meinem Bekannten, dass mir sein Fahrstil nicht zusagt?

Alle Fragen lassen immer die Möglichkeit offen, dass mir ein Nachteil dadurch entsteht. Doch es gibt noch viele andere Fragen, die keinem leichtfallen. So auch die Frage, ob ich meinem Arbeitgeber sagen soll, dass ich an einer chronischen Krankheit leide. Offenbare ich mich ihm und mache mich angreifbar durch Ausgrenzung oder Diskriminierung? Oder sage ich es ihm und habe die Chance auf angepasste Arbeitsbedingungen und soziale Unterstützung?

Podcast-Episode: Sag ich’s oder sag ich’s nicht?

Sag ichs oder sag ichs nicht?

Was sind chronische Krankheiten?

Sich dafür oder dagegen zu entscheiden, ist keine leichte Aufgabe. Und welche Entscheidung die Richtige ist, entscheidet jeder anders. Am Ende zählt nur, dass man sich mit seiner Entscheidung wohl fühlt. Doch warum muss ich überhaupt eine Entscheidung treffen? Als chronische Krankheiten werden Krankheiten beschrieben, die lange andauern, nicht vollständig geheilt werden können und deshalb oft eine wiederholte Behandlung erforderlich machen.

Das kann bedeuten, dass:

  • Beschäftigte häufig krankheitsbedingt ausfallen
  • Gelegentlich oder regelmäßig nicht vollumfänglich arbeiten können
  • Gewisse Arbeiten nicht ausführen können
  • Niedrigere Leistungsgrenzen haben
  • Spontan ausfallen
  • Ihre Arbeitsplätze angepasst werden müssen
  • Arbeitsbedingungen angepasst werden müssen
  • Tolerante und emphatische Kollegen brauchen

Fazit: Sag ich’s oder sag ich’s nicht?

Jede chronische Erkrankung äußert sich anders. Und bei jedem Menschen können sich
chronische Erkrankungen anders auswirken und zeigen andere Symptome. Deshalb gibt es
kein Patentrezept. Jedoch gibt es Hilfe für jeden, der sie will! Auf der Seite www.sag-ichs.de
bekommen alle Betroffenen Unterstützung. Die Website gibt einen Überblick darüber, was es bedeuten kann, wenn man seine gesundheitliche Beeinträchtigung auf der Arbeit nicht
offenlegt. Und sie zeigt mögliche positive aber auch negative Auswirkungen, die es haben
kann, seine Beeinträchtigungen sowohl zu verschweigen, als auch sie preiszugeben. Welche
Rechte und Pflichten jeder einzelne Betroffene hat, erfahrt Ihr dort ebenfalls. Keiner wird
allein gelassen. Habt Ihr eine Entscheidung getroffen, erfahrt Ihr hier, wie es weitergehen
kann und wo Ihr Unterstützung findet. Schaut mal rein, traut Euch.

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BGM im Handwerk | Experteninterview mit Prof. Dr. Martin Lange

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Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?

Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?:

„Vorurteile erleichtern das Aussortieren, jedoch bringen sie die Gefahr mit sich, etwas
unwiederbringbar zu verlieren, dessen Glück sich nur vorurteilsfrei offenbart.“ Khalid Chergui

Soll heißen, das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und das damit verbundene BEM-Gespräch sind so vorurteilsbehaftet, dass wir sprichwörtlich für das BEM mal in die Bresche springen müssen.

Häufig hört und liest man von bösem Blut und dem Einsatz von Rechtsanwälten. Doch eigentlich bedarf es nur einen passenden und einfühlsamen Gesprächspartner aus Sicht des Arbeitsgebers* sowie einen offenen und gesprächswilligen Arbeitnehmer*.

Podcast-Episode: Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Was ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement?

Das BEM ist ein „Verfahren, um möglichst optimal den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu fördern und den Arbeitsplatz zu erhalten“.

Bundesarbeitsgericht, 2009 (2 AZR 400/08)

Welche Vorteile hat ein Betriebliches Eingliederungsmanagement?

Jeder Beschäftigte*, der/die länger als 6 Wochen im Jahr krank ist, hat Anspruch auf ein
BEM-Gespräch. Und sowohl Arbeitnehmer* als auch Arbeitgeber* sollten dieses Gespräch
als Chance sehen und nutzen, um einen Verbleib im Unternehmen zu ermöglichen, denn
das hat vor allem Vorteile und zwar für beide Seiten:

Für Arbeitgeber*:

  • Fachkräfte mit entsprechenden Erfahrungen, Kompetenzen und Know-how verbleiben im Unternehmen
  • Überstunden, weil die liegen gebliebene Arbeit verteilt werden muss, können eingespart werden
  • Keine unnötige Suche nach adäquatem Ersatz (Stellenausschreibungen, Vorstellungsgespräche, Entscheidungsfindung)
  • Keine zusätzliche Ausbildung, Einarbeitung oder Anleitung neuer Arbeitskräfte
  • Kein erhöhter Aufwand in der Personalverwaltung
  • Imagepflege (Unternehmen gilt als verantwortungsvoll nach innen und außen)
  • Bonus/Prämie durch Rehabilitationsträger bzw. dem Integrationsamt

Für Arbeitnehmer*:

  • Verbleib im Unternehmen
  • Erhalt der Erwerbsfähigkeit und Beschäftigung
  • Sicherung des Lebensunterhalts
  • Teilhabe am Arbeitsleben
  • der Arbeitsplatz und die Arbeitsinhalte können an mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen angepasst werden
  • -gesundheitliche Probleme sind im Unternehmen bekannt, ggf. kann darauf Rücksicht genommen werden

Wie kann ich die Arbeitsbedingungen für Langzeiterkrankte anpassen?

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement soll dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für Langzeiterkrankte zu verbessern, dass sie weiterhin ihre ganze Arbeitskraft dem
Unternehmen zur Verfügung stellen können. Nicht um einen eh schon unliebsamen
Angestellten* möglich komplikationsarm loszuwerden. Das wirft übrigens auch kein gutes
Licht aufs Unternehmen. Hier ein paar weitere Tipps:

  • erkundigt Euch schon während der Krankmeldung nach dem Befinden Eures Mitarbeiters
  • versucht auf vertrauensvoller Basis Euch nach den Hintergründen zu erkundigen
  • bietet Eure Hilfe an, es gibt immer eine Lösung
  • ergab sich die Krankmeldung aus einem Konflikt mit Kollegen oder Vorgesetzten, bietet auch da die entsprechende Lösung an
  • informiert Euren Mitarbeiter*, dass es ein BEM gibt, was es beinhaltet und dass man sich gern noch einmal persönlich zu einem Gespräch zusammen setzen kann
  • gebt dem MA das Gefühl, dass er nichts falsch gemacht hat (er/sie war krank)
  • auch wenn ein BEM-Gespräch für den Arbeitgeber* verpflichtend ist, ist die Teilnahme für den Arbeitnehmer* freiwillig und ihm/ihr dürfen daraus keine Nachteile entstehen (weder bei Zusage und Herausgabe von Informationen, die gegen ihn/sie verwendet werden könnten, noch bei Ablehnung)

Fazit: Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?

Denkt Euch nicht schon vorab alles schlecht, geht ganz neutral in ein BEM-Gespräch. Macht Euch klar, dass das Betriebliche Eingliederungsmanagement eine Chance für beide Seiten ist, wieder in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu kommen und einen guten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Ihr solltet in erster Linie die Vorteile sehen und dann gemeinsam Lösungen erarbeiten. Denkt positiv, bleibt positiv! Wenn Ihr zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement mehr erfahren wollt oder Fragen habt, meldet Euch einfach! Hier unsere KONTAKTDATEN.

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Was ist Betriebliches Eingliederungsmanagement und warum ist es so wichtig?

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Mit BGM das Employer Branding stärken

Mit BGM das Employer Branding stärken

Mit BGM das Employer Branding stärken:

„Ein Employer Brand ist das in den Köpfen der potentiellen, aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter fest verankerte, unverwechselbare Vorstellungsbild von einem Unternehmen als Arbeitgeber“,

so beschreibt es die Deutsche Employer Brand Akademie seit 2006.

Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem es Angestellten nicht mehr nur noch auf das Produkt ankommt, was ein Unternehmen verkauft und ob sie viel Geld verdienen können. Zwar ist es vielen immer noch wichtig, viel Geld zu verdienen. Doch was lohnt all das Geld, wenn der Job uns krankmacht? Sich wohl fühlen, Spaß bei der Arbeit haben, in einem angenehmen Betriebsklima arbeiten, Harmonie und Respekt am Arbeitsplatz zu erfahren…das alles kann mit Geld nicht aufgewogen werden. Wenn Ihr Euch all dies auf die Fahnen geschrieben habt und Euer Unternehmen damit punkten kann, solltet Ihr das unbedingt auch zeigen.

Podcast-Episode: Mit BGM das Employer Branding stärken

Mit BGM das Employer Branding stärken

Sind Eure Angestellten zufrieden und können sich mit dem Unternehmen identifizieren, werdet Ihr wahrscheinlich noch lange auf sie bauen können. Wenn Ihr das auch nach außen vermitteln könnt, werden potentielle neue MitarbeiterInnen Schlange stehen und Euch ebenfalls erhalten bleiben, weil sie gern in eurem Unternehmen arbeiten.

Wie kann ich ein attraktiver(er) Arbeitgeber werden?

Wenn Ihr allerdings noch nicht ganz so weit seid und Euch fragt, wie Ihr Werbung für Euch als attraktiven Arbeitgeber machen könnt, hier ein paar Tipps:

  • Teamevents veranstalten (das fördert den Zusammenhalt unter den Kollegen)
  • Familienevents veranstalten (MitarbeiterInnen bringen Familienmitglieder mit)
  • Markenbotschafter ernennen zur Repräsentation des Unternehmens nach innen und außen
  • Image-Video mit Azubis und MitarbeiterInnen – fördert die emotionale Bindung
  • Gemeinsame Pausen (Frühstück oder Mittag) organisieren
  • Mitarbeiter-Benefits (näheres findet Ihr in der entsprechenden Episode)
  • BGF an denen vor allem auch die Vorgesetzten teilnehmen (nach dem Motto „mit bestem Beispiel voran“)

Wie kommuniziere ich nach außen, was innen gelebt wird?

Wenn Ihr einige dieser Tipps beherzigt und auch lebt, die einfache Umsetzung reicht da nicht aus. Euer Unternehmen muss sich damit identifizieren können. Dann läufts, fast wie von selbst. Lasst dann Euer Umfeld noch an Eurer Unternehmenskultur teilhaben, durch:

  • Einen starken Medienauftritt (v.a. zeitgemäße Recruitingseite)
  • Image-Videos
  • Besuche von Schulen und Jobmessen
  • Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen aufzeigen

Fazit: Mit BGM das Employer Branding stärken

Das Employer Branding zielt in zwei Richtungen ab: nach innen, also all das, was intern im Unternehmen geschieht und nach außen, all das, was außerhalb des Unternehmens geschieht. Wichtig ist, dass Ihr eine Balance schafft! Nur wenn es ,,innen“ stimmt, können positive Effekte nach außen getragen werden. Bedeutet: Wenn Eure MitarbeiterInnen und Azubis glücklich und zufrieden in Eurem Unternehmen sind, werden auch diese bewusst oder unbewusst Werbung machen und sorgen möglicherweise für Interesse in der eigenen Familie. Wenn Ihr zum Employer Branding mehr erfahren wollt oder Fragen habt, meldet Euch einfach! Hier unsere KONTAKTDATEN.

YouTube-Episode: Mit BGM das Employer Branding stärken

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Mit BGM das Employer Branding stärken

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Betriebliches Gesundheitsmanagement – Kennzahlen und SWOT-Analyse

Kennzahlen und SWOT-Analyse

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Kennzahlen und SWOT-Analyse

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Kennzahlen und SWOT-Analyse

In der heutigen Episode geht es wieder mal um Zahlen, Daten und Fakten, mit denen Ihr Eure Kennzahlen bezüglich des BGM optimieren könnt. Habt Ihr schon mal überprüft, welche Kennzahlen Ihr für Euer Unternehmen erhoben habt? Und hier geht es nicht um die Standardfaktoren wie Krankenstand, Fehlzeiten oder Fluktuation.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt „Was gibt es sonst noch für Kennzahlen?“ – dann lest weiter und hört unbedingt rein.

Podcast-Episode: Betriebliches Gesundheitsmanagement – Kennzahlen und SWOT-Analyse

Kennzahlen und SWOT-Analyse

Welche Kennzahlen gibt es im Betrieblichen Gesundheitsmanagement?

Wenn Ihr ein BGM in Eurem Unternehmen einführt oder eingeführt habt, könnt Ihr mit entsprechend erhobenen Kennzahlen Euren Erfolg messen. Wie bei einem Stundenkonto könnt Ihr den Ist-Wert und den Soll-Wert vergleichen und daraus ableiten, was an entsprechender Stelle noch fehlt.

Beginnen wir mit der …

..Bedarfsanalyse aus Sicht des Unternehmens

  • In dieser Phase gibt es keine direkten, messbaren Kennzahlen
  • Ziele, Wünsche, Herausforderungen, Probleme u.v.m werden ermittel

…Bedarfsanalyse aus Sicht der MitarbeitnehmerInnen

  • Stellenbeschreibungen (Was macht jeder einzelne? Wie viele Steh- oder Sitzarbeitsplätze? Wer arbeitet körperlich schwer? usw.)
  • Gefährdungsbeurteilungen (Wie viele werden durchgeführt? Wie viele resultierende Maßnahmen werden umgesetzt? Konnten Verbesserungen erzielt werden?)
  • Psychische Gefährdungsbeurteilungen (Wie viele werden durchgeführt? Wie viele resultierende Maßnahmen werden umgesetzt? Konnten Verbesserungen erzielt werden?)
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) (Wie viele Langzeiterkrankte gab es im vergangenen Jahr? Wie viele wurden zu einem BEM-Gespräch eingeladen? Wie viele Gespräche haben wirklich stattgefunden?)

Mitarbeiterbefragung (Wie viele Mitarbeiter haben diese erhalten? Wie viele haben auch geantwortet?) Hinweis: Bei einer Rücklaufquote von 10%, lässt sich kein aussagekräftiges Ergebnis erzielen!

..Maßnahmenplanung

  • Budget (Wie hoch ist mein Gesamtbudget, Pro Kopf-Budget? Wie hoch ist mein Budget pro Maßnahme?)
  • Wie viel Zeit lasse ich mir von der ersten Idee bis zum tatsächlichen Start der ersten Maßnahme? Hinweis: Je mehr Zeit dort vergeht, umso weniger Maßnahmen können im Jahr durchgeführt werden!

Maßnahmenumsetzung

Jede Maßnahme sollte einzeln und individuell geplant werden und auf ihren Erfolg hin bewertet werden mit Hilfe von:

  • Gesundheitschecks (vor jeder Maßnahme und zum Ende, was hat sich verändert/ verbessert?)
  • Feedbackfragebögen (zur Qualität der Vorträge/ Seminare/ Workshops…)

Evaluation

  • In dieser Phase werden die Kennzahlen überprüft
  • Was hat sich daraus ergeben? Was hat sich verändert oder konnte verbessert werden?

Optimierung

  • Am Ende wird erneut analysiert, wie ist der IST-Zustand und der Soll-Wert?
  • Haben wir unser Ziel erreicht? Wenn nicht, wird der Prozess wiederholt
  • SWOT-Analyse (Strengths – Weaknesses – Opportunities – Threats)
    1. Wo liegen unsere Stärken?
    2. Wo liegen unsere Schwächen?
    3. Welche Chancen und Möglichkeiten haben wir?
    4. Wo liegen weitere Bedrohungen und Probleme?

Und dann sind wir wieder am Anfang angelangt und starten in die nächste Runde. Wieder geht es los mit der Bedarfsbestimmung und nun dienen die schon einmal erhobenen Kennzahlen als Richtwert. Was kann/soll verbessert werden, was muss verändert werden, damit sich die Zahlen verbessern? Und so bleibt das BGM ein ins Rollen gekommener Stein. Viel Erfolg! Lasst uns gern wissen, wie es bei Euch vorangeht.

Wenn Du Fragen zum Thema ,,Betriebliches Gesundheitsmanagement – Kennzahlen und SWOT-Analyse“ hast, melde Dich! Tipps, Tricks und Antworten auf Fragen erhälst Du unter info@outness.de

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Betriebliches Gesundheitsmanagement: Kennzahlen und SWOT-Analyse

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Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern

Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern

Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern

Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern:

Jede Kultur ist anders, aber niemals falsch!

Die Hauptsache ist aber, man hat eine. Das gilt auch genauso für jedes einzelne Unternehmen. Mit einer richtig gelebten Unternehmenskultur, lassen sich viele Probleme in den eigenen Reihen aus dem Weg räumen. Wichtig sind dabei Werte, soziale Normen, Symbole und Gesinnungen, die das Handeln und Fühlen der Mitarbeiter*Innen entsprechend beeinflussen. Wenn aber die Werte, Normen oder gar Leitbilder in einem Unternehmen nicht bekannt sind, bzw. gar nicht kommuniziert werden, dann führt das unweigerlich zu Problemen.

Wir stellen häufig fest, dass es gar nicht an der Gesundheit der Belegschaft liegt, warum ein hoher Krankenstand herrscht. Häufig wissen die Mitarbeiter*Innen gar nicht, wofür das Unternehmen steht, es fehlt an Kommunikation im Team oder die Angestellten können sich mit den Normen und Wertvorstellungen des Unternehmens gar nicht identifizieren und fühlen sich vielleicht unwohl.

Podcast-Episode: Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern

Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern.

Prof. Dr. Bernhard Badura ist Soziologe und hat schon einige Bücher geschrieben zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement. In seinem Buch „Arbeit und Gesundheit im 21. Jahrhundert: Mitarbeiterbindung durch Kulturentwicklung“ befasst sich Badura mit den Zusammenhängen zwischen emotionaler Mitarbeiterbindung, Gesundheit der Arbeitnehmenden und dem Betriebsergebnis von Organisationen. Es zeigt Konsequenzen für Führung, Unternehmenskultur und Wohlbefinden, die der Strukturwandel der Arbeitswelt mit sich bringt.

Wie Ihr Eure eigene Unternehmenskultur anpassen könnt, erfahrt Ihr, wenn Ihr Euch das Buch kauft. Wenn Ihr es kurz und knapp zusammengefasst haben möchtet, seid Ihr in der heutigen Folge genau richtig.

Was zählt zu einer gesunden Unternehmenskultur?

Jedes Unternehmen entwickelt im Laufe der Zeit seine eigene Unternehmenskultur. Falls Ihr jedoch Lücken, Mängel oder Handlungsbedarf in Eurer Unternehmenskultur erkennt, dann solltet Ihr folgende sechs Punkte überdenken und ggf. überarbeiten:

  1. Verhaltensweisen und Umgang miteinander
    • Begrüßung/Verabschiedung (ist die förmlich, familiär, findet diese täglich statt? Oder grüßt man sich nur, wenn man sich über den Weg läuft?)
    • Gibt es einen Dresscode? – Gibt es einen Teamgeist, oder macht jeder „sein Ding“?
    • Wie gut kennt man sich…bespricht man nur das nötigste oder trifft man sich auch privat?
    • Wie wird mit Konflikten umgegangen? Wer diese gelöst und Streitigkeiten aufgearbeitet, oder bleibt jeder mit seinem Ärger allein? – Loyalität?
  2. Machtverhältnisse und Führung
    • Hat jeder Einzelne Eigenverantwortung oder gibt es Einschränkungen durch die Vorgesetzten?
    • Wie werden Entscheidungen getroffen?
    • Wie stark ist das Vertrauen in die Mitarbeiter*Innen?
  3. Die Kommunikation untereinander
    • Wird ausreichend kommuniziert, wenn ja wie?
    • Wie ist der Umgangston untereinander/ zwischen den einzelnen Hierarchien?
    • Worüber wird in den Pausen gesprochen?
    • Wir überhaupt gesprochen oder schweigt jeder für sich?
  4. Organisationsformen und –strukturen
    • Wird gleichberechtigt strukturiert?
    • Wieviel Selbstorganisation wird ermöglicht/wird umgesetzt?
  5. Arbeitsumgebung und Einrichtung
    • Wie ist der Arbeitsplatz eingerichtet/ kann dieser individuell eingerichtet werden? – Gibt es eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung?
    • Welche Büroform herrscht und wie ist die Stimmung?
    • Werden Speisen und Getränke gestellt?
  6. Werte und Normen des Unternehmens
    • Wie sind die Einstellungen zu Fehlern/Leistungen/Regeln/Risikobereitschaft?

Fazit – Mit Unternehmenskultur die Gesundheit fördern

Unternehmenskultur verbindet. Ohne Unternehmenskultur fehlt es den Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden an der gemeinsamen DNA. Doch diese braucht man, um dieselben Werte und sozialen Normen nach innen und außen tragen zu können. Ihr könnt an einer erfolgreichen Unternehmenskultur gezielt arbeiten. Sie fördert die Gesundheit der Mitarbeiter*Innen und lässt mehr Offenheit, Vertrauen und Kommunikation in den Arbeitsalltag einfließen.

Wichtig: Setzt im Team gemeinsame Ziele! Sorgt dafür, dass ALLE an einem Strang ziehen, die gemeinsamen Ziele vor Augen haben und dadurch motiviert sind, jeden Tag im Sinne des vereinbarten gemeinsamen Ziels zu arbeiten.

Das zeichnet gelebte Unternehmenskultur aus.

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Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende

Digitale Gesundheistförderung für Auszubildende

Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende

Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende:

Digitale Gesundheitsförderung – funktioniert diese Kombination? Die Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich. Besonders deutlich wird das bei der Beobachtung vieler Smartphone-Nutzer. Wer sein Smartphone selten aus der Hand legt, neigt zu neuen Trendkrankheiten wie dem „Handynacken“, „SMS-Daumen“ oder der „Video-Schulter“. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Sie neigen zur sogenannten „Nomophobie“ – Die Angst, per Smartphone nicht erreichbar zu sein. Wer den Spagat wagt und die digitalen und sozialen Medien zur Gesundheitsförderung einsetzt, hat vor allem die Nachwuchsfachkräfte schnell im Boot.

Die heutigen Auszubildenden im Alter zwischen 16 und 25 Jahren sind mit den „cleveren Telefonen“ aufgewachsen. Da bietet es sich an, sie aus ihrem zweiten Wohnzimmer abzuholen und sie in die Welt des Gesundheitsverhaltens zu entführen.

Warum es wichtig ist, auch die Berufseinsteiger*Innen für das BGM zu begeistern, haben wir in der vergangenen Folge schon thematisiert. In der heutigen Episode geht es um die Umsetzung.

Podcast-Episode: Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende

Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende

Welche Möglichkeiten zur digitalen Gesundheitsförderung gibt es?

Die Azubis von heute sind mit den digitalen Medien aufgewachsen, sie sind mit den Medien vertraut und es herrscht eine hohe Akzeptanz. Von Vorteil erweist sich, dass entsprechende Hard- oder Software meist schon vorhanden ist. Häufig reicht schon das eigene Smartphone.

Im Appstore finden sich unzählige Angebote zur Förderung der…

· Bewegung, z.B. Schrittzähler, verschiedene Workouts, Geocaching, uvm

· Suchtprävention, z.B. Apps zur Kontrolle und Veränderung des eigenen Konsums von Zigaretten, Alkohol, Drogen, Medien u.a. ; „Smokerface“ (zeigt anhand eines Selfies die ästhetischen Folgen des Rauchens am eigenen Gesicht)

· Ernährung, z.B. Unterstützung beim Intervallfasten, gesunde Ernährung, Rezeptideen zum gesunden Kochen, gesundes Essverhalten

· Schlaf, z.B. Dokumentation des Schlafverhaltens, zur Analyse des Schnarchens, Blaulichtfilter

· Stress, z.B. Ermittlung des Stressniveaus durch Belastungstests, Antistress-Programme achtsamkeitsbasierend, Entspannungsübungen, Atemübungen, uvm.

Welche Vorteile hat die digitale Gesundheitsförderung?

Vorteile der digitalen Gesundheitsförderung sind:

· unbegrenzter Zugang zu gesundheitsbezogenen Informationen

· zeit- und ortsunabhängig

· bieten eine neue und effektive Möglichkeit, die Zielgruppe anzusprechen

· unterstützen bei der Erhebung und Auswertung von Gesundheitsdaten

· helfen, immer mehr Körperfunktionen und gesundheitsrelevante Daten zu erfassen und zu verarbeiten

· motivieren zu einem gesundheitsbewussteren Verhalten

· verbessern die Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit von Gesundheitsfördermaßnahmen

Fazit – Digitale Gesundheitsförderung für Auszubildende

Die digitale Form des BGM ist natürlich nicht ausschließlich den Berufseinsteiger*Innen vorbehalten. Alle Angestellten können auf diese Weise gefordert werden, ihre Gesundheit zu fördern. Was aber unbedingt beachtet werden sollte, dass in der heutigen Zeit sowieso schon viele Menschen an Ihrem Smartphone herumdatteln. Das sollte durch die zusätzlichen Angebote nicht unbedingt weiter gefördert werden. Auch hier heißt es mal wieder ein gesundes Maß zu finden!

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Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende:

Heute geht es um die Königsklasse der Maßnahmenplanung im BGM…

Warum das BGM für Azubis nochmal eine Schippe anspruchsvoller ist und was Ihr dabei beachten könnt und solltet, erfahrt Ihr in der aktuellen Folge. BGM-Maßnahmen in einem Betrieb zu integrieren bedarf Zeit und Geduld. Wer in seinem Unternehmen ausbildet, kann von Anfang an das Gesundheitsbewusstsein seiner Azubis erarbeiten und formen. Sie sollten erleben, was gesunde Arbeitsverhältnisse auszeichnet.

Podcast-Episode: Betriebliches Gesundheitsmanagement für Azubis

Warum sollte ich in Gesundheitsförderndemaßnahmen für Azubis investieren?

Im Zeitalter des Fachkräftemangels ist eine attraktive Gesundheitsförderung eine gute Investition in die Zukunft. Denn schon mit dem Eintritt ins Berufsleben zeigen viele Jugendliche Defizite beim Gesundheitsverhalten:

· Laut Body Mass Index gilt fast jeder Dritte als übergewichtig, jeder Zehnte als untergewichtig

· 45 % der Azubis rauchen

· 9 % von ihnen trinken dreimal und häufiger Alkohol pro Woche

· 41 % sind sportlich nicht aktiv

· zwei Drittel haben während der Woche ein Schlafdefizit und zeigen Beeinträchtigungen in der Schlafqualität

Wie kann eine attraktive Gesundheitsförderung aussehen?

Immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt. Einige ködern ihre potenziellen Azubis mit Geld oder individuelle Entfaltungsmöglichkeiten. Doch auch ein umfangreiches BGM kann für Berufsanfänger*Innen attraktiv sein. Wie schon Goethe zu sagen pflegte „Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein.“, sollte der Betrieb die Maßnahmen individuell an seine Azubis anpassen. Belehrungen und schnarchige Vorträge hinterlassen weniger Eindruck, als vielleicht folgende Möglichkeiten:

· Workshops zu gesunder und ausgewogener Ernährung

· Kochkurse

· Suchtprävention (z.B. Rauchentwöhnung)

· Attraktiv gestaltete Vorträge zum Thema Schlafhygiene

· 8-Wochen-Sixpack-Challanges

· „Mit dem Rad zur Arbeit“, wer schafft die meisten Kilometer?

· Sport mit Wettkampfcharakter für die Herren

· „gemeinsames Schaffen“ für die Damen

· Der richtige Umgang mit Stress (individuelle Betreuung, das Gefühl vermitteln, dass keiner mit seinen Ängsten und Problemen allein gelassen wird)

· Bedürfnisse der Azubis erkennen und gezielt darauf eingehen

· Azubis aktiv ins BGM einbinden (z.B. Gesundheitstage organisieren lassen)

· Erste Aufgaben übertragen, die das Verantwortungsbewusstsein fördern und das Selbstbewusstsein steigern

· Azubis fühlen sich wohler, wenn sie Anerkennung erfahren

Fazit – Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

Körperlich und mental gesunde Azubis leisten gerne einen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Nur wer eine attraktive und gesunde Unternehmenskultur schafft, kann auf fitten und motivierten Nachwuchs bauen. Nicht alles was die ältere Generation motiviert, treibt auch die Jugend an. Daher ist es wichtig, die Maßnahmen individuell an seine „Stifte“ anzupassen, Bedürfnisse und Wünsche in Erfahrung zu bringen und sich gegebenenfalls auch auf etwas ganz Neues einzulassen. In diesem Sinne … Attacke! Macht Eure Azubis fit, haltet Kontakt und motiviert sie, denn Fachkräfte braucht das Land!

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YouTube-Episode: Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

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Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Auszubildende

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Dein Hannes

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