Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat:

Motivation lässt Dich starten. Gewohnheiten machen Dich erfolgreich.

Die Macht der Gewohnheit prägt uns und unseren Alltag. Egal, ob Zuhause, auf der Arbeit oder im Kontakt zu anderen Menschen.

Wie sie entsteht und was sie mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu tun hat, das erklärt uns unser heutiger Interviewgast Sven Adomat.

Podcast-Episode: Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

Wer ist Sven Adomat?

Er ist Diplomsportlehrer, Sporttherapeut und Wirtschaftspsychologe. Mit seiner eigenen Einrichtung Namens „activleben“, unterstützen er und ein umfangreiches Team aus Sportwissenschaftlern Menschen und Unternehmen durch Beratung, Therapie und Coaching, damit diese im Bereich Gesundheit gut aufgestellt sind.

Hier die Kontaktdaten von Sven Adomat:

Web: http://activleben.de/

E-Mail: info@activleben.de

Instagram: https://www.instagram.com/_activleben/

Warum können Gewohnheiten zum Erhalt der Gesundheit beitragen?

Um zu verstehen, warum Gewohnheiten zum Erhalt der Gesundheit beitragen können,
müssen wir zunächst unterscheiden zwischen:

  1. Habits… Gewohnheiten oder auch Angewohnheiten, Handlung die immer wieder, oft unbewusst wiederholt wird (alt deutsch auch Tracht)
  2. Routine… durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen
  3. Rituale… eine sich wiederholende Handlung bzw. ein wiederholtes immer gleichbleibendes regelmäßiges Vorgehen nach einer festgelegten Ordnung

Der Mensch ist von Natur aus träge (um nicht zu sagen faul). Gewohnheiten und Routinen helfen uns, tätig zu werden bzw. zu bleiben. Denn 20% unserer Tätigkeiten tun wir bewusst, 80% sind unbewusste Vorgänge. Und diese 80% können wir mit Hilfe von „nudging“ positiv
beeinflussen.

Was ist ,,nudging“?

„nudging“ … = „anstoßen“, „schubsen“ oder auch „stupsen“

  • d.h. man bewegt jemanden auf mehr oder weniger subtile Weise dazu, etwas Bestimmtes einmalig oder dauerhaft zu tun oder lassen
  • das kann man als Manipulation bezeichnen, man kann es allerdings auch positiv nutzen
  • beim Nudging soll somit ein Schubs oder Stups gegeben werden, so dass er eine bestimmte (erwünschte) Handlung ausführt. Die Entscheidungssituation wird so gestaltet, dass es leichter fällt, sich für das gewünschte Verhalten zu entscheiden (ohne Regeln und Verbote)
  • um das Nudging von der Manipulation zu unterscheiden, ist es wichtig:
    • dass der Proband immer eine Wahl hat
    • dass der Aufwand minimal und umgehbar bleibt
    • dass die „Manipulation“ ethisch vertretbar ist

Wie hängen ,,nudging“ und das MINDSPACE-Modell zusammen?

In unmittelbarem Zusammenhang zum nudging, steht das MINDSPACE-Modell.

M – Messenger (Botschafter der Nachricht)
Beispiel: eine anerkannte Führungskraft des Unternehmens übermittelt das Angebot für eine BGF-Maßnahme, äußert die eigene Teilnahme daran und die Freude über mehr Bewegung im Betrieb

I – Incentives (Anreize)
Beispiel: diejenigen, die sich im Rahmen einer Challenge (Schrittzähler oder Fahrradkilometer sammeln) am meisten bewegt haben, erhalten eine Belohnung dafür (nehmen am Ende des Jahres an einer Verlosung, z.B. eines Wellnesswochenendes teil)

N – Norms (Soziale Normen)
Beispiel: nimmt die Mehrheit schon an einer Challenge teil, dann wirkt es sich motivierend auf die Minderheit aus

D – Default (Standardoption)
Beispiel: Bewegungskurs, in den alle „per default“, also automatisch eingeschrieben sind,
wer nicht teilnehmen möchte, muss dies schriftlich absagen

S – Salience (Bedeutung)
Beispiel: Das Ziel muss bedeutsam sein, also zum Beispiel die Visualisierung des eigenen
(schönen) Körpers am Strand

P – Priming (visuelle Reize) → siehe auch die vergangene Episode zum „Priming
Beispiel: Fußspuren oder Pfeile auf der Treppe fordern über den visuellen Weg Bewegung

A – Affect (Emotionen)
Beispiel: schöne Plakate, die zeigen, dass Bewegung Spaß macht und gute Emotionen
weckt

C – Commitment (Verbindlichkeit)
Beispiel: Schritteziel-Challenge mit dem Kollegen machen und vorher festlegen, was man
tun muss, wenn man sein Ziel nicht erreicht

E – Ego (Selbstbezogenheit)
Beispiel: Botschaften müssen so kommuniziert werden, dass der Eigennutz (gut für die
eigene Gesundheit) deutlich wird

Fazit: Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

Wenn Ihr all diese Punkte umsetzt, sollte es mit dem BGM in Eurem Unternehmen doch steil
bergauf gehen. Und wenn Ihr noch mehr zum Thema Priming, Nudging oder Mindspace
erfahren wollt, meldet Euch einfach bei uns unter info@outness.de. Auch Fragen beantworten wir Euch gerne. Meldet Euch einfach. Bis dahin bleibt fit und gesund!

YouTube-Episode: Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

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Die Macht der Gewohnheiten | Interview mit Sven Adomat

Bei Fragen zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement kannst du mir gerne eine E-Mail an die info@outness.de oder eine Nachricht über das Kontaktformular schicken!

Sport frei!

Dein Hannes

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